Sparpotenzial im Unternehmen

Inspiriert von diesem Artikel (Einsparpotenzial bei Dienstreisen durch Videokonferenzen) und meiner 1,5 jährigen Nebenbei-Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragter der Xenion GmbH / ISOBAR Germany möchte ich heute ein paar Zeilen bloggen, die sich mit Sparpotenzial im Unternehmen beschäftigen. Je nach Unternehmensart und Größe lässt sich natürlich mehr oder weniger wirklich umsetzen, ohne wochenlange Dienstwege in Kauf nehmen zu müssen, bis ein CEO wirklich was absegnet oder es eben unter den Tisch fallen lässt, weil es in seinen Augen vielleicht „nebensächlich“ ist, etwas für die Unternehmenskasse zu tun. Hat es alles schon gegeben.

Durch meine 7 Jahre bei der freenet AG (2000-2007) habe ich damals schon eine Menge Innovation mitbekommen. Unter anderem die im obigen Artikel angesprochenen Videokonferenzen:

Nach der aktuellen Markteinschätzung der Hamburger Unternehmensberatung Putz & Partner besteht ein Einsparpotenzial von rund 30 Milliarden Euro bis 2015, würden deutsche Unternehmen etwa jede vierte Dienstreise durch Videokonferenzen und internetbasierte, standortübergreifende Zusammenarbeit ersetzen. Bislang geben deutsche Unternehmen 25 Milliarden Euro jährlich für Dienstreisen aus.

Es war nicht mehr nötig, von Hamburg nach Kiel zu fahren, nur um mit dem dortigen Standort Jourfixe abzuhalten. Durch eine nette Weitwinkel-Kamera und Großbildfernsehern hatte freenet immer mehr auf Videokonferenz gesetzt und so Reisekosten gedrückt. Leider setzen nur wenige Unternehmen auf so kostengünstige oder meist auch kostenlose Helferlein (von der eventuellen Ersteinrichtung einmal abgesehen!), um das Geld des Unternehmens beisammen zu halten. Ich möchte euch einmal meine Vorschläge aufzeigen, die ich bei freenet und Xenion entweder umsetzen konnte oder die mir immer noch vorschweben:

TRANSPORT

  • o. g. Videokonferenzen anstelle von Flügen und Bahnfahrten (wenn der Gegenüber auch diese Technik einsetzt)
  • Skype statt Festnetz
  • für Vieltelefonierer vom Handy aus: Allnet-Flat
  • Bus und U-/S-Bahn statt Taxi
  • 2. Klasse Bahnfahren statt 1. Klasse; wenn’s geht auch ICE statt Flugzeug
  • Arbeitgeber kann Fahrräder sponsern und eine Nahverkehrskarte, um auf Firmenwagen zu verzichten (Stadtgebiet)

UMWELT

  • nicht mehr unnötig drucken um Sachen zu markieren, sondern in den Dokumenten arbeiten
  • Licht aus! Vor allem in den WCs und abends zum Feierabend
  • Rechner, Monitore, Drucker, Kopierer – Standby kostet Geld! Ausmachen.
  • Wenn es Getränke gibt: Mehrwegkästen und eine effektive Kaffeemaschine (z. B. von Jura)

Ein kleines, aber heftiges Zitat:

Die Unternehmen im EMEA-Raum verschleudern beim Druck von Printmaterialien Unsummen von finanziellen Mitteln. Allein für deutsche Unternehmen beträgt das Einsparpotenzial rund drei Milliarden Euro pro Jahr.

Manchmal erscheinen Sparvorschläge banal, aber selbst wenn man vom 4lagigen weißen Toilettenpapier auf billigeres 3lagiges wechselt merkt man die Summe sicherlich im Jahr. Muss es zudem der teure Tchibo-Kaffee sein?

Ich persönlich finde es krass, wie heute mit den technischen Möglichkeiten immer noch dermaßen schlecht umgegangen wird und so echt viel Geld verplämpert wird. Es geht vielen Unternehmen wohl wirklich noch zu gut…

 

 

2 Kommentare

  1. Ich denke das ist eh nur ne Modeerscheinung.

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  2. Danke sehr an den Autor.

    Gruss Tina

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