Die Resonanz auf meinen Facebook Selbstmord und wieso mich dies eine Freundschaft kostete

Am 12.01.2011 bloggte ich einen Artikel, auf den ich sehr viel Resonanz bekam, auch noch heute, knapp 6 Wochen später. Meinen Facebook-Selbstmord. Ich teilte mit, dass ich meinen Account dort löschen werde, nicht nur sperren oder nicht mehr nutzen. Ich schrieb:

Facebook ist irgendwie wie eine Sekte. Willst du gehen, sind andere vielleicht böse und wollen dich überzeugen, zu bleiben…

In der Tat bekam ich viele Zuschriften via Twitter, XING, damals noch paar Tage Facebook, Mail und persönlich – von Beglückwünschungen über „Ich mach das nun auch so!“ über Unverständnis bis hin zu einer verloren gegangenen Freundschaft (wobei wir nicht so eng befreundet waren, es war eher ein sehr gutes kollegiales Verhältnis). Dazu nun mehr.

Bei Twitter bekam ich ausschließlich positive DM’s in denen es unter anderem hieß:

* Danke, das war der letzte Anstoß den ich brauche. Ich werde meinen Account auch löschen!

* Ich bin mir nicht sicher, aber…. ach egal! Ich lösche mich da nun auch! Danke!!

* Ich bin deiner Meinung – ich nutze Facebook nicht so wie erhofft, kenne kaum einen dort „wirklich“

Bei Facebook und auch via Mail hieß es dann schon unterschiedlicher:

* Ich kann deine Punkte verstehen, sehe mich da aber anders in der Nutzung und will FB nicht missen

* Du kannst doch alles löschen und neu anfangen (Anm. von mir: Hatte ich ja versucht, war einfach zuviel „scheiße“ passiert)

* Du kannst nicht gehen, ich will doch die Fotos weiterhin von dir sehen!

Bei XING bekam ich auch Nachrichten; u. a. jetzt nach knapp 6 Wochen diese hier:

Ja, den Artikel hatte ich mir abends durchgelesen und lange und ausführlich darüber nachgedacht. Ich habe viele Parallelen gesehen und mich gefragt, wieso ich mir den täglichen Stress des Konsumierens überhaut antue. Letztendlich habe ich meinen Facebook-Account noch, aber deutlich eingeschränkt und kaum noch benutzt.

Dies wurde mir von einem erfolgreichen Business Development Manager aus München geschickt. Keiner, der sich in der Materie nicht auskennt. Im Gegenteil. Nach meiner Aktion und seinen Überlegungen hat er eine passende Webseite dazu registriert, wo es aber noch keinen Content gibt mangels Zeit, was aber viele von euch sicherlich interessieren wird.

Dann wäre da noch eine von mir betitelte Freundschaft. Eigentlich waren wir nur Kollegen, die sich super verstanden haben; dann haben wir beide im gleichen Unternehmen gekündigt. Er ist zu Facebook gegangen, ich zu nugg.ad. Er hat zwischenzeitlich seinen Twitter-Account gelöscht; ich fragte scherzhaft, wieso er mich „entfolgt“ hat und ob es mit meinem Facebook-Selbstmord zu tun hätte. Er sagte, er hätte mich dort eh ausgeblendet und nichts mitbekommen von meiner Aktion. Eine glatte Lüge, weil er wohl von meinem Ausstieg getroffen war, aber wenn man dann so reagiert und antwortet, dann war es eine tiefere Freunschaft nicht wert (dabei wohnen wir nun sogar nur 2 Min. voneinander entfernt).

Ab und an habe ich schon mal überlegt, wieder zu kommen. Aber dies waren Minutenbruchteile – dann habe ich mir meinen eigenen Artikel nochmal durchgelesen und auch die letzten News über den Datenschutz bei Facebook – und schon war ich wieder kuriert.

Ich kann keinem raten, was zu tun ist, aber ich fühle mich weiterhin gut mit meinem Ausstieg dort und vermisse es nicht.

Danke für die Aufmerksamkeit.

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