Review: Sunsniper Steel

Einleitung

Die Kamera locker umgeschnallt, immer „schussbereit“ – das soll mit dem Sunsniper möglich werden. Die „Steel“-Version hat eine eigene Versicherung; sollte es jemandem gelingen, den Gurt durchzuschneiden und so die Kamera zu stehlen, wird der Kamerapreis ersetzt und, auf Wunsch, ein neuer Sunsniper Steel gestellt. Ich zitiere den Hersteller: „Sollte es einem Dieb gelingen Ihren SUN-SNIPER „STEEL“ Kameragurt mit einem Messer zu durchschneiden und Ihnen die Kamera zu entwenden, sind Sie mit 500 US$ bzw. 400 EUR versichert.“

Ich habe das Produkt von Sunsniper geschenkt bekommen und konnte es schon mehrfach in den verschiedensten Situationen testen. Daran sollt ihr nun teilhaben dürfen.

Hersteller

SUN-SNIPER GmbH
Siems Twieten 4
21376 Garlstorf
Germany

Telefon: +49 (0)4172 – 9 87 87 88
Telefax: +49 – 4172 – 96 1143

E-Mail: info@sun-sniper.com
Internet: www.sun-sniper.com

Details

Der Gurt hat eine sehr große Verstelllänge – ich bin 1,83 Meter groß, wiege 76 kg und hatte ne dicke Winterjacke an – dennoch hatte ich noch locker Spielraum, um den Gurt zu weiten. Das Verstellen geht blitzschnell. Der so genannte „SHOCK-ABSORBER“ sowie die spezielle Gewichtsverteilung soll einen angenehmen Tragekomfort herstellen.
Das Gurtband (RAIL-WAY genannt) ist aus sehr hochwertigen Polyester mit 2 gut verarbeiteten Abrieg-Stegen gewebt. Die Kamera gleitet so sehr leicht über das Band. Das Hauptmaterial ist jedoch Ballistic Nylon – dadurch soll eine besonders lange Haltbarkeit gewährleistet werden. Das gleiche Material setzt die Polizei und Bundeswehr auch für schusssichere Westen ein.
Wer den Gurt an einer Kompaktkamera befestigen möchte, kann das Schulterpolster zur Platzersparnis einfach abnehmen.

Der Gurt wird am Stativgewinde festgeschraubt, die Kamera dann über dem Po auf der Hüfte hinten getragen und kann blitzschnell nach vorne geführt werden. Der Karabiner gleitet über das Polyester, ohne Abrieb zu erzeugen. Der diagonal über Schulter und Brust getragene Gurt ist aufgrund der Beschaffenheit nie im Weg – stört überhaupt nicht.

Preis

49 Euro für die Version ohne „Steel“ und 59 Euro für meine Version, dem Sunsniper Steel.

Im Einsatz

Ich hatte den Sunsniper nun in verschiedenen Situationen im Einsatz und festgestellt, dass er sich nicht immer eignet. Dazu jetzt gleich mehr.
Vorab sei erwähnt, dass der normale Kameragurt, den ich sonst dran hatte, natürlich entfernt werden musste. Die Kamera lässt sich nun allerdings durch die Nutzung des Stativgewindes nicht mehr ordentlich hinstellen; logisch irgendwie.

–Tagesausflug: geeignet?–

Bedingt – wenn man seine Linse nicht wechseln muss, dann durchaus. Die Kamera ist immer schnell griffbereit, mit genauer Einstellung der Gurtlänge schlackert die Kamera auch nicht störend hin und her. Jedoch würde ich auf einem Tagesausflug doch einen Rucksack mitnehmen, alleine schon fürs Zubehör und ggf Verpflegung.

–Was tun wenns regnet?–

Rennen.
Eine Art „Schutzcover“ für die Kamera made by Sunsniper gibt es nicht, durch die Tragweise auf der Hüfte oberhalb des Pos, wo sonst im worst case der Bund der Jacke ist, wird die Kamera kaum drunter passen. Also entweder abnehmen und verstauen (bei mir tat es der Kinderwagen) oder versuchen, die Kamera bestmöglich zu schützen.
Zu meinem obigen Wort „rennen“ komme ich gleich bei „Lass baumeln, Junge!“.

–Kann ich auf einen Kamerarucksack/-tasche verzichten?–

Es kommt darauf an, ob sich das Wetter hält und man kein weiteres Zubehör braucht. Wenn ich in meiner Mittagspause los gehe auf kurze Fotosafari, dann wird lediglich die Kamera umgeschnallt und los gehts. Allerdings muss ich sicher sein, dass sich das Wetter hält.
In überdachten Anlagen hätte ich hier keine Sorgen.

–Lange tragen oder wegpacken?–

Eine Frage der Länge – ein Objektiv mit kurzer Brennweite merkt man praktisch nicht, aber lasst mal ein 100-400L oder auch schon ein 70-200er baumeln. Das merkt ihr und auf Langstrecke stört es auch. Also: Wenn man weiss, dass die Kamera die nächste Zeit (bei mir sinds 30 Minuten) nicht zum Einsatz kommt, habe ich die Kamera abgelegt.

–Lass baumeln, Junge!–

Klar, die Kamera auf dem Rücken tragen – das merkt man. Es muss jeder für sich selber entscheiden, ob er die Kamera griffbereit dabei haben will. Mir persönlich gefällt der Sunsniper besser, meiner Frau hingegen der klassische Kameragurt.

Pro und Contra

+ sehr schneller Zugriff
+ sehr gute Verarbeitung
+ große Verstellmöglichkeit
+ sichere Anbringung
+ Diebstahlversicherung

– bei schweren Objektiven lästiges Tragen inkl. baumeln
– etwas teuer, Nachbauten sind günstiger (aber nicht unbedingt besser)
– nicht jedermanns Sache; die einen stört es, die anderen nicht

Fazit

Der Sunsniper Steel ist eine praktische Sache, wenn man entweder überdacht fotografiert oder die Möglichkeit hat, die Kamera jederzeit zu verstauen. Den ganzen Tag baumeln lassen würde ich nicht, alleine schon im Winter bei evtl Minustemperaturen oder im Hochsommer bei direkter Sonneneintrahlung (Bildrauschen sag ich da nur).
Der Sunsniper kommt vorerst weiter bei mir zum Einsatz, um noch mehr Erfahrungswerte sammeln zu können. Ich berichte weiter.

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