Retargeting vs. Predictive Retargeting

Spätestens seit Zalando weiß man, dass man von Onlinewerbung verfolgt werden kann. Einmal auf der Webseite des Schuhvertrieblers gewesen, taucht deren Bannerwerbung auf zahlreichen anderen Webseiten auf und man wundert sich, wieso man direkt angesprochen wird (nach dem Motto: Du warst auf Zalando und hast nicht gekauft? Hier hast du einen Gutschein! //BEISPIEL!). Die Rede ist hier von Retargeting. Klassisches Retargeting spricht die User an, die auf der Webseite des Werbetreibenden gewesen sind, meist ohne eine Aktion durchgeführt zu haben (z. B. Kauf eines Artikels, Anmeldung beim Newsletter oder dergleichen). Man holt diese User auf Vermarkterwebseiten dann wieder ins Boot bzw. versucht, durch das Retargeting seinen Abverkauf doch noch erhöhen zu können.

Zuletzt hatte die Agentur Quisma damit für sich geworben, dass die Marke Marc O‘ Polo seinen Abverkauf durch Retargeting um 75% steigern konnte. Das ist natürlich ein Batzen Geld, dafür wurden aber sicherlich zahlreiche Internetnutzer werbetechnisch verfolgt oder gar belästigt. Immer mehr Firmen setzen auf Retargeting, da diese Art von Targeting den Performance-Markt derzeit immer mehr beherrscht und über einen längeren Zeitraum sicherlich auch noch beherrschen wird.

Aber das normale Retargeting hat einen Nachteil: Man erreicht nur die User, die auch wirklich auf der Webseite des Werbetreibenden gewesen sind – also ist die Reichweite für eine Retargeting-Kampagne entsprechend geringer. Wer sich aber mal das Predictive Retargeting ansieht wird vom normalen Retargeting vielleicht Abstand nehmen.

Predictive bedeutet im weitesten Sinne, dass ein bestimmtes Zielgruppenprofil eines Users nicht mehr einzeln erfasst werden muss, sondern mit befragten Nutzern abgeglichen wird. Ähnelt der User dem, der der Zielgruppe nahe kommt, wird er als affin/interessiert erkannt und bekommt somit die Werbung zu sehen.

Das wird beim Retargeting dann interessant, wenn man eben nicht nur die User ansprechen will, die wirklich auf der Webseite des Werbetreibenden gewesen ist, sondern auch die, die sich vom Surfverhalten genauso / bzw. fast identisch bewegen wie User, die auf der Landingpage waren.

nugg.ad bietet als Produkt ebenfalls Retargeting an, aber eben halt mit Prediction. Ich darf zitieren:

Predictive Retargeting ist ein speziell ausgerichtetes Predictive Behavioral Targeting für Branding Kampagnen. nugg.ad lernt aus dem Verhalten affiner Kunden auf Brandwebsites und ermittelt, wie potentielle und neue Kunden am effizientesten angesprochen werden.

Predictive Retargeting ermöglich eine maximale Reichweite und Werbewirkung  bei minimalen Streuverlusten, eine erfolgreiche Ansprache neuer und potentieller Kunden sowie flexible Buchungsmöglichkeiten bei allen nugg.ad Vermarkterkunden.

Wenn ich als Werbetreibender auf Retargeting setzen würde und entsprechend mehr Reichweite möchte, dann würde ich die Predictive Variante vorziehen. Generell muss man sich natürlich fragen, ob man den „Zalando Effekt“ möchte und User ggf. nervt oder ob es doch eher zweitrangig ist und der Abverkauf an oberster Stelle steht. Denn dann ist (Predictive) Retargeting derzeit nicht weg zu denken.

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