Geodaten auf dem iPhone: Wie man die Speicherung verhindern kann

iPhone speichert Ortungsdaten!

iPhone sammelt Geodaten!

iPhone und iPad merken sich Aufenthaltsort!

Wieso speichert Apple Geodaten?

Die diebischen Apps!

Apple muss sich kurz vor den Osterfeiertagen zurecht die Frage stellen lassen, wieso iPhone und iPad bisher geheim Geodaten aufgezeichnet und dann beim Synchronisieren mit iTunes diese versteckt auf dem Rechner gespeichert haben. Ich selbst bezeichne mich eher als daten-offen. Aber ich möchte schon gern wissen, ob meine Daten für Zweck X oder Zweck Y gespeichert werden oder eben nicht. Persönlich habe ich damit kein Problem: Ich komme vielleicht in den Genuss eines Mehrwerts, z. B. mit Angeboten aus der Region, in der ich mich aufhalte. Oder mit Tipps, wie ich vielleicht effizienter Reisen kann. Aber all das, das möchte ich doch gern vorab wissen, zumal zum Aufenthaltsort noch ein Zeitstempel existiert, der mit den passenden Koordinaten verbunden ist.

Der iPhone Tracker (Software bisher leider nur für Mac erhältlich) zeigt die Bewegungsdaten auf, die man hinterlassen hat. Seit iOS4 arbeiten viele Programme dank Multitasking im Hintergrund, sodass man nicht immer mitbekommt, wenn diese Apps funken bzw. sich den aktuellen Standort holen. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass es keine Standortübertragung gibt, wenn das typische Pfeilsymbol dafür nicht auf dem Screen erscheint. Als ich dann mittels des iPhone Trackers gesehen habe, an welchen Orten ich überall Daten übertragen habe, wurde mich schon anders.

(wie man sieht, war ich viel im ICE zwischen Hamburg und Berlin unterwegs, KLICK für GROßBILD)

Apple war bisher nicht zu einer Stellungnahme bereit, wieso sie die Datei „consolidated.db“ für die Speicherung der Geodaten verwenden, ohne den Nutzer hierüber zu informieren.

Wie genau das Orten funktioniert, was das an Akkuleistung kostet und wie man das verhindern kann und auch aktuell seine bisherigen Bewegungsdaten vor fremden Blicken schützen kann (löschen geht nicht!), dazu jetzt mehr in meinem Blogpost.

Im Gegensatz zu der echten GPS-Ortung (was deutlich mehr Akkuleistung kostet), sind es bei der Speicherung von Apple Näherungswerte. Es handelt sich um eine so genannte Triangulierung; dies ist eine Ortsbestimmung mithilfe von 3 Funkmasten. Da diese Funkmasten oder Funkstationen (z. B. auf Hochhausdächern) aber sehr verbreitet sind, sind recht gute und zuverlässige Bewegungsmuster zu erstellen.

Wer das unbedingt verhindern will, muss den installierten Apps verbieten, seinen aktuellen Ort zu übermitteln. Bei normalen Apps ist das sicherlich weniger „schmerzvoll“ als z. B. bei Maps, wenn man auf Navigation angewiesen ist. Oder wenn es um Apps geht, die einen lokalen Preisvorteil anzeigen können (Gettings, Payback usw.). Es wird also nicht immer gehen, aber man sollte sich dann schon überlegen, ob man mal so nebenbei wirklich allen Apps erlauben sollte, zu „sprechen“. Ich persönlich werde meine Apps allesamt einmal durchchecken.

Aber was tun, wenn das Macbook geklaut wird? Denn löschen kann man die Daten nicht… aber man kann seine Backups in iTunes verschlüsseln, was ich seit heute mache… durch diese Verschlüsselung ist es dem iPhone Tracker nicht mehr möglich, Daten auszulesen.

searchsecurity.de:

Besonders problematisch wird es, wenn die Informationen aufgrund fehlender Backup-Verschlüsselung in Klartext gespeichert werden. Zwar wird die Datenbank-Datei mit einem zufällig gewählten Namen im Backup-Ordner auf dem Mac-Rechner abgelegt. Über Index-Dateien konnte Allan mit einem Python-Skript jedoch die Klarnamen rekonstruieren. Nachdem die fragliche SQLite-Datenbankdatei einmal identifiziert war, ließ sie sich mit jedem beliebigen SQLite-Browser auslesen – die Entwickler verwendeten ein einfaches Firefox-Plugin.

  • Wie man ein Backup verschlüsseln kann: (how to)
Fazit: Ich nutze Foursquare, ich kenne mich auch aus in Sachen Datenschutz und was die Apps so machen. Aber ich möchte schon selber entscheiden, was gespeichert wird und was nicht.

Ich sage seit 3 Jahren (seit meinem iPhone 3G), dass ich kein anderes Gerät mehr haben will und das war bis zuletzt auch immer meine Meinung. Nun muss ich aber sagen, dass wenn das iPhone 5 (oder 6, oder 7 oder Edition „Stealth“) kommt ich nicht mehr zu 100%iger Sicherheit Apple treu bleiben werde. Ich werde dann stärker den Markt sondieren, was es an Alternativen gibt. Das hat dann nichts mit dem Endgerät zu tun, sonder vielmehr mit der Firmenpolitik. Hängt ein wenig davon app :D, wie sich Apple äußern wird und ob überhaupt.

2 Kommentare

  1. Apple hat sich wohl zu Wort gemeldet.

    Über https://oo.apple.com/ soll es bald abschaltbar sein.

    Werden wir mal abwarten.

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  2. […] Vielmehr allerdings sehe ich in erster Linie für den Nutzer des Smartphones Risiken hinsichtlich des Datenschutzes. Eigentlich bin ich keiner, der mit erhobenen Zeigefinger durch die Gegend rennt, aber wenn man einmal zurück blickt und an Apple denkt… über die Trackingmechanismen und kleines Tools aus denen man genau erkennen konnte, wann Apple den Standort übermittelt hat. Das fand damals keiner witzig und Apple musste die Option bieten, dies eigenständig unterbinden zu können. Siehe auch meinen Blogpost von damals. […]

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