Facebook 2014: Get rich or die tryin‘

Zugegeben, das Magazin derhandel.de habe ich vor dem Artikel mit Scott Woods von Facebook nicht gekannt. Geht sicherlich ein paar mehr von euch so. Habt nichts verpasst – bis auf den einen Satz, an dem sich die Geister scheiden mögen:

Ich mag den Begriff Social nicht mehr hören

Und ich zitiere noch einmal weiter:

Facebook ist längst viel mehr als nur eine Social Media-Plattform. Viele Unternehmen konzentrieren sich immer noch zu stark darauf, ihre ‚Community‘ zu managen. Doch das Ziel eines Händlers ist es ja nicht, sozial zu sein, sondern erfolgreich zu wirtschaften. Da sich Facebook vor allem in den vergangenen anderthalb Jahren nicht nur als Plattform stark verändert hat, sondern auch als Marketingkanal, können Händler die Plattform nun nutzen, um ihre Geschäftsziele umzusetzen und mehr zu verkaufen.

Was wäre Facebook ohne seine Nutzer? Nichts! Und was wären Fanpages ohne deren Fans? Nichts!

Das Scott Woods das Wörtchen „Social“ bei „Social Media“ lieber streichen möchte, kann ich verstehen. Mr. Zuckerberg steht sicherlich peitschenschwingend in seinem 400m2 Büro und guckt auf den harten Euro, der aus Deutschland in die Kassen der Amerikaner gespült wird. Und da kommt es gerade recht, wenn man weg von Social und hin zu Media möchte.

Ich bin auch gar nicht gegen den Einsatz von Media um bestimmte Beiträge zu pushen oder durch (mittlerweile wirklich sinnvolle) Werbeformen den Fanwachstum zu forcieren. Wenn ich an Facebook und Unternehmen denke, dann denke ich an Beziehungen. An das Einbinden von Markenliebhabern um mit ihnen vielleicht mein Produkt besser zu machen. Oder um neue Mitarbeiter zu gewinnen – aber ich sehe Facebook weiterhin nicht als Plattform für Händler, um es einmal salopp abzukürzen.

In Sachen Social Support sehe ich das klar pro Facebook. Support wird 2014 eine große Rolle spielen. Callcenter werden weniger zu tun bekommen oder aus den herkömmlichen Agents die „2.0 Agents“ formen.

Aber um noch mal auf den Einsatz von Geldmitteln zurück zu kommen: Wir haben uns das sicherlich vor 1-2 Jahren hübsch ausgemalt, wie man mittels Content Millionen von Fans bekommt – aber wir müssen heute umdenken. Es ist nicht alles falsch, was Scott Woods sagt, aber vieles auch nicht richtig. Ich denke, dass in 2014 Kampagnen und generell das ganze Community Management auf Facebook anders ausgerichtet sein müssen, um nachhaltigen Erfolg zu haben, ohne sich jeden einzelnen Fan teuer erkaufen zu müssen. Ein Cost per Fan kann schon bei 0,80 Euro liegen, was wirklich ein guter Kurs ist. Ich kenn’s aber auch anders. Teurer.

Get rich or die tryin‘

Das zählt zumindest für Facebook in 2014.

Für den Community Manager wird es enorm wichtig, alle Ad-Formen aus dem Effeff zu kennen, eine gute Content Strategie auf den Tisch zu legen und diese auch umzusetzen. In 2014 wird sich zeigen, wer es auch ohne den Einsatz von großen Geldmitteln schaffen kann, seine Community wachsen zu lassen – denn das ist doch immer noch das A und O für jeden Seitenbetreiber. Oder sind wir alle etwa satt?

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s