Facebook: Fan, Super-Fan, Brandlover – 3 Personas im Detail

Es ist eigentlich von Meeting zu Meeting unterschiedlich und irgendwie eine Sache der Wahrnehmung eines jeden Einzelnen. Was ist eigentlich ein Fan? Was ist ein Super-Fan? Holy shit, was ist ein Brandlover?

Die Fragen bekomme ich öfters gestellt und ich mag ja damit auch gern provozieren wenn ich Leuten die Illusion nehme, dass jeder Fan auch gleich ein Brandlover ist, nur weil er Fan geworden ist. Aber wieso wird man eigentlich Fan und ist man damit gleich ein Lover?

  • man möchte Infos der Marke bekommen
  • man möchte Support
  • man mag einfach das Produkt / die Marke
  • Freunde sind Fans, da darf man nicht fehlen
  • weitere

Aber wie unterscheidet der gewiefte Social Media Experte jetzt in seiner Community, wer ein Fan, Super-Fan oder Brandlover ist? Ich hatte zuletzt noch gesagt, dass nicht jedes Unternehmen zur Lovebrand taugt, sondern eher zur Likebrand. Dazu stehe ich auch weiterhin – nur denke ich kann ein Unternehmen durchaus seine Fans klassifizieren und so mit ihnen weitere Schritte durchführen und sie noch enger zu binden und als Influencer einzusetzen.

Ich würde die 3 Personas so beschreiben:

Der Fan

Nennen wir den normalen Fan Hartmut, einer unter vielen. Er ist der Facebook Seite als Fan beigetreten, weil er sich beispielsweise für Unternehmensneuigkeiten interessiert, aber auch für den generellen Inhalt, den die Seite publiziert. Er liest gern, kommentiert oder „liked“ aber wenig. Er bringt sich am ehesten ein, wenn es ein Gewinnspiel gibt oder explizit seine Meinung zählen kann, zum Beispiel bei Umfragen. Manche Hartmuts werden aber auch nur Fan, um eine reine Wettbewerbsbeobachtung zu betreiben – was macht der Konkurrent auf Facebook, was man vielleicht selbst besser machen kann? Hartmut ist einer der Fans, die ein Unternehmen nur schwer aktiviert bekommt. Sein Weg zum Super-Fan wird kein leichter sein, er wird steinig und schwer. Zumindest dann, wenn das Unternehmen X dieses auf Biegen und Brechen erreichen möchte. Wenn es kein „BÄM“-Erlebnis gibt, wird Hartmut weiterhin lesen, zur Kenntnis nehmen und einer der vielen sein, der lediglich die Reichweite erhöht, aber kein „talk about“ oder gar „wertvoll“ wird für das Unternehmen. Schade.

Der Super-Fan

Der Super-Fan einer Seite, ich taufe ihn einmal Michael, gehört zu den 3-5%, welche überdurchschnittlich oft eigenständig die Facebook Seite der Marke aufrufen, ohne diese über die Timeline angezeigt bekommen zu haben. Hinzu kommt, dass er sehr viele Beiträge der Seite liked und auch anderen Usern Fragen beantwortet, auch wenn er nicht gezielt nach Fragen sucht. Aber er fühlt sich auf der Seite wohl, steht hinter dem Unternehmen und ist gern mit dabei, wenn eine Aktion oder ein Gewinnspiel ansteht. Dieses teilt er auch mit seinen Freunden, ebenso teilt er auch bestimmte Postings, die er als wichtig für seine Freunde erachtet. Das können gute Telefontarife sein, Sonderangebote oder aber auch witzige Bilder und Videos.

Einen wie Michael sollte man sich als Unternehmen warm halten, denn er ist auf dem besten Wege, ein „Brandlover“ zu werden. Hier muss das Unternehmen aber entweder proaktiv mit ihm in Kontakt treten oder etwas tun (meist offline, z. B. eine Marke wie AIDA oder Porsche), was ihn absolut umhaut und den letzten Kick gibt, die Marke zu lieben.

Der Brandlover

Den Brandlover möchte jeder gern haben. Er steht total hinter der Marke / dem Unternehmen, verteidigt sie online aber auch offline in seinem Bekanntenkreis, bringt sich selber aktiv ein, hilft und unterstützt wo er kann. Er hat eine ganz besondere Beziehung zur Marke  – und die Marke sollte sich das auch tunlichst nutzbar machen. Nennen wir ihn Kevin – Kevin ist einer dieser Brandlover. Das war er zu Beginn seiner Fan-Zeit nicht – er hatte immer schon eine Affinität und Vorliebe zu den Produkten des Unternehmens. Aber erst, als er auf einem Event für „Super-Fans“ die Führungsetage und das Social Media Team kennenlernte und ihm persönliche Wertschätzung entgegen gebracht wurde, mutierte Kevin zum Brandlover. Am liebsten würde er direkt heute kündigen, um in „seinem“ Unternehmen anzufangen.

Kevin organisiert mit, ist Beta-Tester, schreibt viel in Quellen abseits jener, in denen sich das Unternehmen tummelt. Er generiert so deutlich mehr Reichweite, echte Reichweite. Keine bezahlte und teure SEO-Reichweite-

Er erzählt Freunden von den Produkten, teilt sie online aber empfiehlt auch abends beim gepflegten Bierchen.

Das Unternehmen muss schon mächtig was falsch machen (Grüße an den ADAC an dieser Stelle), um Kevin zu vergraulen. Aber wenn er geht, dann geht er richtig. Lautstark. Online wie offline – den Satz „Ich werde wieder kommen“ in Schwarzenegger-Style kann man vergessen.

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Hab ich Punkte vergessen? Fehlt euch eine Person oder ein Punkt, der diese Person ausmacht? Dann gern kommentieren und ich* bau dann mal in ein paar Wochen ’ne schicke Infografik zu.

* lasse bauen, ich kann so etwas nicht 🙂

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