An alle „Waah! FB kauft WhatsApp, ich lösch meinen Account“ Heinis (mit Update vom 18.1.16)

Liebe WhatsApp-Löscher,

es ist schon erstaunlich. Bis gestern noch einer der knapp 20 Millionen Deutschen, die ohne WhatsApp nicht mehr konnten. Die sich gefragt haben, wieso da 2 Haken sind und doch keiner antwortet. Die sauer waren, wenn man mitten im „Chat“ weg war.

Und nun kommt der Social Media Gigant Facebook daher und kauft euch einfach euer Spielzeug weg. Buhuhuhu. Dann mal schnell 1,79 Euro für Threema bezahlen, was eure Mütter sicherlich blitzschnell kapieren, natürlich auch kaufen wollen.

Ihr habt sicherlich auch Instagram weiterhin NICHT installiert, nachdem Facebook zugeschlagen hatte?

Und E-Mails schickt ihr ja sicherlich auch keine mehr, die seit 20 Jahren unverschlüsselt zwischen euch und anderen eBay Käufern mit euren Bankdaten hin und her gehen? Wieso denn auch, E-Mails sind ja genauso gefährlich wie WhatsApp und Instagram. Bloß die Finger davon lassen!

Merkt ihr selber, ne?

Ich werde auch weiterhin WhatsApp nutzen, wie auch den FB Messenger, Paypal oder Instagram. Wenn es ums Thema Datenschutz geht, dann rufe ich einmal die NSA ins Gedächtnis, die ohnehin genau weiss, mit wem ihr gerade über irgendwelche Seiten flirtet und wie oft ihr YouPorn pro Tag aufruft.

Aber löscht man ruhig alle WhatsApp.

(whats)Update vom 24.03.2014

Aufgrund des ungeheuren Nutzerrückgangs wird WhatsApp für den symbolischen Wert von 1 Euro an Google verkauft. Dort sind die Daten sicher!

AM ARSCH! Die neusten Zahlen zeigen ganz deutlich, dass WhatsApp weiterhin übelst schnell wächst und ein Ende nicht in Sicht ist. Wer da mehr lesen will, klickt hier: http://www.gulli.com/news/23561-nutzerschwund-nach-facebook-uebernahme-whatsapp-waechst-rasant-weiter-2014-03-23

Pro Monat steige die Nutzerzahl um rund 15 Millionen. Facebook braucht sich keine Sorgen zu machen.

Ich habe ja schon lange nichts mehr von Threema oder Telegram gehört in der Presse. Ihr? Und wieso muss ich jetzt wieder an Instagram und Facebook von damals denken?

Ist nicht böse gemeint, nur wer meine Zeilen oben nochmals liest wird sehen, dass (mal wieder) alle Panik geschoben haben und am Ende doch alles gleich geblieben ist. Oder besser wird, wie im Falle WhatsApp.

(whats)Update vom 22.05.2014

Und es geht munter weiter mit dem WhatsApp Bashing. Auf allfacebook.de ist seit heute ein neuer Artikel online: http://allfacebook.de/policy/whatsapp-bilder-nutzungsrechte. Dieser bezieht sich allerdings auf einen Artikel vom Handelsblatt, wo anscheinend schlecht recherchiert wurde bzw. ein Haufen Threema Nutzer gerade laut lachend auf „gefällt mir“ klicken. (http://www.handelsblatt.com/finanzen/recht-steuern/anleger-und-verbraucherrecht/whatsapp-agb-bild-verschickt-rechte-verschenkt/9926376.html)

Den gleichen Spaß gab es vor 2 Jahren, als Instagram von Facebook geschluckt wurde. Dass das Instagram in Sachen Nutzerwachstum nicht unbedingt geschadet habt merkt ihr ja sicherlich selbst. Dennoch finde ich die Zusammenfassung von allfacebook.de gut, um das ganze vom Handelsblatt künstlich hoch gepushte Skandalthema etwas zu relativieren.

Bildschirmfoto 2014-05-22 um 12.13.35

-ENDE-

(Titelbild Credits: netzwelt.de)

 

(whats)Update vom 28.02.2015

Zugegeben, ich hatte meinen Artikel hier über die WhatsApp Basher bereits vergessen – immerhin haben wir 2015 und der Artikel ist aus 2014. Aber eben flimmerten mir neue Nutzerzahlen vor die Augen, WhatsApp betreffend. Und dann habe ich mich etwas länger damit beschäftigt und auch darüber nachgedacht, dass es durchaus den einen oder anderen Artikel in letzter Zeit gegeben hat, wie man als Unternehmen / Journalist WhatsApp sinnvoll einsetzen kann. Auf der #SMWHH gab es dazu sogar ein eigenes Panel. Und dann habe ich heute noch bei Statista die neuesten Zahlen gefunden:

WhatsApp Nutzerzahlen 2015

 

WhatsApp ist weiterhin so präsent wie Twitter oder Google – und kein Hahn kräht mehr nach einem Löschen seines Accounts. Die Aufregung um 2 blaue Haken war auch schnell wieder verschwunden was einmal mehr zeigt: Es gibt einfach Dienste, die nutzt man. Vor allem dann, wenn mehr als 90% seiner Bekannten / Freunde / Familie dies auch tun. Die anderen 10% sind fanagische Sicherheits-Nerds, Rentner und Männer, die bei „50 Shades Of Grey“ im Kino weinen. Haugh.

(whats)Update vom 18.01.2016

Mein Artkel lässt mich selbst nicht los – wenn wir uns die jüngsten Zahlen zu WhatsApp ansehen sprechen wir von über 900.000.000 Mitgliedern weltweit, wovon 1/3 (!) täglich (!!) WhatsApp nutzt. Ein paar Fakten, die ich bei n-tv aufgeschnappt habe:

– täglich teilen Whatsapp-Nutzer rund 700 Millionen Fotos, 200 Millionen Sprachnachrichten und 100 Millionen Videobotschaften

– der durchschnittliche Whatsapper verschickt monatlich mehr als 1200 Nachrichten und empfängt selbst über 2200. Dazu kommen rund 40 Fotos.

– 2/3 der deutschen Smartphone-Besitzer nutzen laut Statista Whatsapp. Spitze ist Südafrika mit 78 Prozent. In Europa ist Whatsapp in Spanien (70 Prozent) am weitesten verbreitet.

– laut „Techinfographics“ werden 27 Prozent der in sozialen Netzwerken geteilten Selfies über Whatsapp verteilt

Ich bin gespannt, welche Rekorde in 2016 gebrochen werden!

27 Kommentare

  1. Ich kann nur jedem https://threema.ch/de/ empfehlen – eine Punkt-zu-Punkt Verbindung, hoch verschlüsselt, was will man mehr?

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  2. ich habe in meinem blog mal argumente für und dagegen zusammengetragen. ich hoffe ich habe keine übersehen – lass mich aber eines besseren belehren. http://kleingedachtes.wordpress.com/2014/02/20/facebook-kauft-whatsapp-und-alle-regen-sich-auf/

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  3. Ach Marc, nicht aufregen — das ist nicht gut für den Blutdruck:)
    Soll doch jeder machen wie er mag. Und wenn die Leute jetzt wieder normale SMS schreiben, bittesehr.

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  4. „Aber löscht man ruhig alle WhatsApp.-ENDE-“ jep genau das ist eben passiert. Meine strukturellen ‚Kommunikationsfehler‘ der Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern. Aber mein Verhalten in der Zukunft. Gleichgültigkeit führt nicht wirklich zu einem nachhaltigen Veränderungsprozess bei Softwareherstellern und Datenkranken oder in der Politik. Dann bist du eben noch nicht soweit. Oder dir ist deine Zukunft egal. Es gibt nun eben eine Gruppe mehr. Die, denen es nicht egal ist wer etwas privates mit liest. Und all jenen möchte ich zu ihrer klugen Entscheidung gratulieren. Allen Anderen wünsche ich, hoffentlich ohne persönlichen Anlass eine Erkenntnis. Keiner von uns kennt die politischen Systeme in unserer Zukunft und wie diese mit unseren Daten umgehen werden und wozu diese dann missbraucht werden? Wer weiß evtl. gefällt ja in Zukunft einer Regierung deine Religion oder deine Hautfarbe nicht, oder die Musik die du hörst macht dich verdächtig? Oder die Menschen mit deinen du sprichst sind verdächtig. Jetzt, heute, mag all das unwichtig und lächerlich sein…warten wir. Analogie 1: Anfang der 80er wurde munter ohne Gummi weiter ge***** . AIDS? Ich doch nicht. Gummi, brauche ich nicht. Ich ändere mein Verhalten nicht. Analogie 2: Die Stasi wollte nur das eigene Volk schützen. Analogie 3 „Nichts zu verbergen.“ Jeder hat etwas zu verbergen. Oder warum lasst ihr die Rollos abends runter? Aber grundsätzlich gilt natürlich. Jeder so wie er mag.

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  5. löwenzahn · ·

    Oft braucht es erst einen Anstoss/Auslöser, dass man was ändert.. Mich nervt schon lange, dass ich bei Whatsapp offen bin, wie ein Buch, kannte aber keine Alternativen. Nun sind sie da erreichen auch gleich eine gute Annahme und Verbreitung.

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  6. @infinitesunset: Absolute Zustimmung. Dieser Artikel ist meiner Meinung nach an Ignoranz kaum noch zu übertreffen.

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  7. T. Mueller · ·

    Wenn ich das so lese (vor allem die Kommentare) dann muss es wirklich eine unheimlich große Menge an strategisch, taktisch und wirtschaftlich wichtigen Nachrichtenaustausch in der Bevölkerung geben! Ich bin maßlos beeindruckt! Da Frage ich mich doch allen Ernstes, wie wichtig mein „Was machst noch heute Abend? Hast nachher Zeit, dann komm ich vorbei zum Quatschen?“ für die finanzpolitische Entwicklung der EU sein könnte!

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  8. von sofortigem löschen kann keine rede sein…bis alle bekannten und freunde besagte alternative(threema, sure spot oder telegramm) haben… wirds noch genutzt…man muss ja den leuten die benachrichtung und links zu „threema“ oder dem noch besseren „sure spot“ schicken…dass ist dann die letzte amtshandlung von whatsAPP… :D….so ist dass am markt…nix is für ewig…auch Wapp nicht…..

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  9. Stephan_86 · ·

    Es ist zu witzig, wie gutgläubig und engstirnig ihr alle seid. Glaubt ihr im Ernst daran, dass threema so viel besser ist? Da bekommt man gesagt, das es eine Punkt zu Punkt Verschlüsselung gibt, die nicht mal der Betreiber lesen kann. Ha ha… Wer es glaubt wird seelig! Ich behaupte mal, wenn ich eine Art der Verschlüsselung erfinde, dann weis ich auch, wie ich es wieder entschlüssele. Sonst wäre es doof, oder? Und was mich auch skeptisch macht, ist die Möglichkeit, nach der Einrichtung eines threema Accounts meine Freunde mit nur einem einzigen Klick auf Facebook zu informieren, dass ich jetzt threema benutze. Komisch oder….

    Leute, es ist doch egal, womit ich meine Informationen über das Internet verschicke. Irgend jemand wird IMMER mitlesen und Daten speichern.

    Macht euch mal Gedanken darüber!!!

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  10. whatsappistdoof · ·

    Lächerlich!!! Einfach nur lächerlich! Du kannst ja Whatapp behalten, mir so ziemlich egal was du mit wem schreibst, aber mir ist es nicht egal und ich mag es auch nicht wenn alle mitlesen können! Depp!!

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  11. Ich schalte mal deinen leider sehr unfreundlichen Kommentar frei, damit auch alle mitlesen können.

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  12. Stephan_86 · ·

    Wen meint er denn mit depp? Weis das jemand?

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  13. was issn instagram?
    schnell weg hier NSA loggt mit

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  14. Ninjamom · ·

    WEN ICH DAS HIER LESE WIRD MIR ECHT ÜBEL EGAL WAS IHR INSTALLIERT IRGENDJEMAND WIRD IMMER MIT DABEI SEIN SO IST DAS HALT MAL IN DER HEUTIGEN ZEIT MÜSSTE EIGENTLICH JEDEM KLAR SEIN DER JEMALS SCHON MAL WAS IM INTERNET GETIPPT HAT

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  15. Und die genutzten Alternativen?

    a) Russisches Unternehmen mit Tochtersitz in Deutschland und einem Produkt mit teiloffenem Quellcode.
    b) Schweizer Unternehmen, mit mickrigem Stammkapital und unbekannten Geldquellen und einem Produkt mit nichtöffentlichem Quellcode.

    Es lebe die Sicherheit….

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  16. Kopfschütteln !! Wer von der Herren und Damen benutzt denn ein Abhör – und Datensicheres Endgerät ?

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  17. Noch hab ich WhatsApp, spiele aber mit dem Gedanken, zu wechseln. Ist mir einfach sicherer. Ja, ich bin bei Instagram, hatte aber ehrlich gesagt, keine Ahnung, dass FB Insta gekauft hat, als ich mich angemeldet hab. Aber ich habe bis heute keinen eigenen FB-Account und werde mir auch in Zukunft keinen zulegen. Ich würde echt gerne wechseln, mach das bestimmt auch, nur bringt’s mir nicht unbedingt was, wenn keiner mit wechselt. Aber ansonsten gibt’s ja immer noch die SMS:)
    Ich wollte schon immer so wenig wie möglich mit FB zu tun haben und sehe das immer noch so. Und es ist mir auch egal, was andere darüber denken …

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  18. Was mich an whatsapp nur so unglaublich stört ist, dass man mittlerweile nicht mehr Herr seiner Daten ist.
    Als Beispiel ein Freund von mir. Ihm sind seine Daten wichtig und möchte z.B., dass seine Telefonnummer auch nur Personen besitzen, die er seblst ausgewählt hat. Ich würde z.B. nie auf die Idee kommen seine Handynummer einfach so an jemand anderen weiter zu geben. Er nutzt aus den Gründen auch kein Whatsapp und kein Facebook. Er möchte nicht, dass seine Daten dort auftauchen.

    Aber dadurch, dass Whatsapp das komplette Telefonbuch auf die eigenen Server übertragen und irgendjemand aus dem Bekanntenkreis meines Kumpels mit Sicherheit seine Telefonnummer etc. gespeichert hat und Whatsapp nutzt hat Whatsapp somit auch die Nummer meines Kumpels und jetzt durch den Kauf von Facebook eben auch diese.

    Das ist das was mich stört. Ich nutze selbst WA und facebook mir ist das bewusst und ich habe nichts dagegen, dass meine Daten genutzt werden. Aber wenn man sich eigentlich aktiv dagegen entscheidet nützt einem das dennoch nichts. Das finde ich nicht in Ordnung.

    Die Tatsache, dass ich mich in einen Starbucks setzen kann und ohne Probleme die WA Nachrichten der Leute, die im WLan sind mitlesen kann ist eine andere Sache.

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  19. Endlich einmal ein pro Whatsapp Post, ich freu mich sehr:-)
    Ich sehe das wie du, wer sich wirklich schützen will, sollte ab sofort am besten keine Medien mehr nutzen, bitte auch das telefonieren einstellen.

    Liebe Grüße

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  20. Das geht eben nicht giftigeblonde! Und das ist das Problem man braucht ja nicht einmal selbst WA nutzen, damit jetzt seine Daten bei facebook landen. Und das man aufgrund von Whatsapp jetzt auch nicht mehr telefonieren darf ist ja wohl ein Hohn!

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  21. Schwachsinns Kommentar. Wieso muss immer gleich jeder Instagram installiert, oder einen Facebook-Account haben, wenn sich Whatsapp als Messenger auf seinen Smartphone befindet??
    Abgesehen davon…..lasst die Leute doch machen wie sie wollen. Was passiert denn jetzt wenn „DIE“ Leute ihren Whatsapp-Account löschen und sich nach was neuem umschauen???? Warte mal….ich überlege……NICHTS!!! Die Welt wird sich weiter drehen, die Sonne und der Mond werden weiterhin am Himmel zu sehen sein. Alleine einen Beitrag zu schreiben, der sich über die Leute her macht, die sich wenigstens ein „bisschen“ Gedanken über Datenschutz machen, ob es jetzt was bringt oder nicht, ist schon schwachsinnig genug.

    Merkste Selber, ne!

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  22. Hi Dominik, du hast es nicht verstanden – aber das ist okay.

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  23. Danke Marc. Weiter machen!

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  24. […] Facebook die 50-Mann-Schmiede WhatsApp für schlanke 19.000.000.000 US-Dollar, viele Nutzer fingen wie von der Tarantel gestochen an, sich diesem Dienst abzuwenden und nun? Nun kommt WhatsApp, a.k.a. Facebook, daher und […]

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  25. Auch nicht schlecht – da schreibt man ein sachliches Posting zum Artikel, und der wird einfach nicht freigeschaltet, weil er wohl nicht der Meinung des Authors des Artikels bzgl. Whatsapp und dieser Website entspricht. Irgendwie spricht das auch Bände… Viel Erfolg noch mit diesem ‚offenen‘ und ‚demokratischen‘ Blog!
    Bernd

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  26. Sorry, ich habe keinen zur Freischaltung gesehen, Bernd. Wenn du magst: Feel free. Dann schalte ich ihn dir sofort frei.
    Schönen Start in die Woche.

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  27. Hallo Marc,

    Also dann hier mein (erneuter) post – auch wenn er nicht mehr ganz aktuell ist, so möchte ich ihn doch zum Besten geben:

    Im Bezug auf Dein neuerliches Post vom 24.3. möchte ich nur kurz anmerken:
    Es kommt so rüber, als fühltest Du dich in Deiner Meinung nach bestätigt, nur weil Whatsapp weiterhin wächst? Nur weil Millionen von Menschen weiterhin den gleichen Fehler machen ihre Daten komplett zu verkaufen, heisst das ja noch lange nicht, dass andere Menschen, denen es nicht egal ist, was mit ihren Daten passiert, unrecht haben, oder?

    Aber grundsätzlich habe ich ja mit den Grundaussagen Deines Artikels 20. Februar ein paar Probleme, die ich hier mal versuche darzulegen:

    1. Wechsler von Whatsapp zu anderen (vermeintlich sichereren) Messengern zu verunglimpfen und dieses Verhalten pauschal als ‚hysterisch‘ abzukanzeln ist verantwortungslos weil…

    2. Wie der Author richtigerweise bemerkt hat, wollen diese Firmen Geld verdienen, also

    3. sind Sie auf ihre Kunden/Konsumenten/Nutzer angewiesen, weil sie ja deren Daten verkaufen wollen/müssen

    4. Wenn viele Leute wechseln (was aktuell ja zu passieren scheint), schädigt dies den Ruf und die gefährdet die Einkommensquelle der Firmen (Whatsapp, etc.).

    5. langfristig sind die Firmen evtl. gezwungen darauf zu reagieren und müssen einlenken, um nicht am Markt unterzugehen (wer letzteres Argument unglaubwürdig findet, weil WA ja so unglaublich dominant ist, schaue sich bitte mal die Geschwindigkeit der Abwärtsentwicklung von Nokia, Microsoft, und Automobilherstellern (GM) an, die in den letzten wenigen Jahren unglaubliche Abstürze erlebt haben und reagieren mussten bzw. kämpfen müssen, um überhaupt am Markt zu bleiben.)

    Unterstellen wir mal in sowas wie einer Dystopie, dass die Nutzer
    a) faul / bequem
    b) dumm
    c) Gewohnheitstiere sind
    UND
    d) in zwei Wochen keiner mehr drüber redet (Kurzzeitgedächtnis der Massen)

    Ist es DENNOCH wichtig weil (viele Argumente wurden schon richtigerweise gebracht)

    6. es um die VERKNÜPFUNG von Datensträngen auf FB und Whatsapp geht (die FB App bei Android liesst angeblich SMS und MMS mit – steht in den Berechtigungen der APP beim Installieren) – dies wird mit einem Wechsel erschwert bzw. verhindert

    7. Mit einfachen Mitteln (wahrscheinlich) die Nachrichten von Threema auch im Nachhinein nicht entschlüsselt werden können und damit wertlos sind.

    8. Es NSA und CO schwerer gemacht wird, was bei der Menge an Nachrichten ebenfalls ein Problem für die NSA werden könnte

    9. Es durch den NSA-Skandal und die Entwicklungen danach zu einem Bewusstseinswechsel bei vielen bzw. mehr Nutzern gekommen ist, der sich in dem Wechsel niederspiegelt.

    10. Wenn die Gefahr nicht erkannt ist, kann sie auch nicht gebannt werden – dieser Prozess ist aber jetzt im Gange und findet natürlich in kleinen Schritten statt, aber deswegen diese Leute als dumm hinzustellen, ist schlichtweg billig.

    11. Wenn viele Menschen dieses Problem erkennen und darauf reagieren, wird es vielleicht auch mal ein Thema beim nächsten Wahlkampf und ich unterstelle mal (naiverweise), dass unsere Volksvertreter – die sich ja meist wie ProstIt@ierte verhalten, wenn es um Wählerstimmen geht – sich der Mehrheit beugen müssen, wenn es um die Bedeutung eines Themas geht.

    Zusammengefasst:
    viele Leute erkennen die Gefahr – viele Leute wechseln – es wird ein Medien-Hype oder Thema – noch mehr Leute erfahren davon – es bilden sich Meinungen – es wird ein Wahlkampfthema – die Politik muss drauf reagieren.
    Es ist also wichtig, was gerade passiert – man könnte es vielleicht als grass-roots Bewegung des Informationszeitalters bezeichnen!!

    Übrigens: ich bin einer von den Vollidioten, die im April 2013 meinen Facebook Account gelöscht haben – ich bin deswegen bisher weder an sozialer Verarmung verstorben, noch habe ich das Gefühl was zu verpassen. Aber ein Interesse daran, meine Kommunikation über die Whatsapp-Hintertür Facebook zugänglich zu machen, habe ich dennoch nicht.

    Die einzige richtige Forderung des Artikels – dass man nämlich eine (weltweite) gesetzliche Grundlage für Datenschutz bräuchte – kann nur auf diesem Wege erreicht werden (wenn überhaupt).

    Die ‚Argumentation‘ dieses ‚Artikels‘ oder ‚Kommentars‘ läuft aber leider ungefähr so:

    Die Nutzer haben bisher schon immer alles falsch gemacht – deswegen geht die Welt eh unter und ihr seid alle verdammt – lasst uns also den gleichen Fehler einfach solange machen, bis es vorbei ist, weil wer will sich schon als hysterische Kuh bezeichnen lassen, bevor man drauf geht??

    Wenn der Author des Artikels recht hätte, wie wären dann wohl folgende gesellschaftliche Entwicklungen gelaufen bzw. wären diese überhaupt passiert:

    Wahlrecht der Frauen (googelt mal Suffragetten)
    Gesetzliche Gleichberechtigung von Schwarzen und Weissen in den 60er (Eine Frau namens Rosa Parks weigert sich ihren Platz im Bus einem Weissen zu überlassen)
    Abschaffung der Apartheid (Mandela ist 27 Jahre lang im Gefängnis und wird 1. Präsident von Südafrika).

    Wieviele Menschen haben sich vor diesen Einzelpersonen für eine ‚weltweite Regelung‘ ihres spezifischen Problems ausgesprochen, aber nie was gemacht??

    Gut dass nicht alle Menschen so denken, wie der Author dieses Artikels.

    Soweit meine bescheidene Meinung. viele Grüße! Bernd

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