Influencer Marketing 2018 – kann das weg?

Zuletzt gab es den einen oder anderen Artikel auf grossen Onlinemagazinen zum Thema Influencer Marketing und deren Relevanz für Marken. Und es gibt immer mehr Seiten, die das Thema Influencer Marketing verranten, lächerliche Poserszenen zu Produkten zeigen, wo ich als Marketingleiter entweder die Hände über den Kopf zusammenschlagen würde oder die Agentur bzw. den Dienstleister feuern, der die „Kooperation“ verzapft hat. Oder beides.

Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie sollte dem entgegenwirken. Zeigen, wie relevant Influencer Marketing heute ist und morgen sein wird. Dass die Studie vorn und hinten nicht stimmt und zugleich von einer Quelle in Auftrag gegeben wurde, die von einer positiven Studie profitiert, spricht Bände.

Ein kurzer Auszug vom Twitterer Nils Kersten (@socialdread), der sich die Studie etwas genauer angesehen hat:

Also eine Studie die nur Menschen befragt, die ohnehin schon eine starke Affinität zu Social Media haben? Macht wenig Sinn. Trotzdem bleibt die Frage im Raum, wie sich Influencer Marketing in 2018 entwickelt. Dazu schwirren mir einige Punkte im Kopf herum:

  • wie alt muss eine Zielgruppe sein, damit Influencer Marketing auch „ankommt“?
  • eignen sich wirklich alle Produkte? Oder wann wirdˋs lächerlich?
  • ist das ganze Influencer-Thema im Standing mittlerweile nicht eher so sexy wie ein Hoodie von Ed Hardy?

Meine persönliche Meinung ist: Influencer Marketing wird es 2018 schwer haben. Die Glaubwürdigkeit wird sinken, wenn es die Werbebranche oder eben Unternehmen mit deren Marketing Units es nicht schaffen, glaubhaft Produkte oder Dienstleistungen vorzustellen. Eine Sonnenbrille im Winter in Innenräumen ist da sicherlich ebenso wenig hilfreich wie Deodorants am Strand von Miami.

Gut gemachte Werbung kann durchaus einen Push vertragen, aber ohne Authentizität wird sie im Sande verpuffen. Und das wird dann auch die Reputation eines Influencers schädigen.

Haben fertig. Wie seht ihr das? Wird sich Influencer Marketing 2018 behaupten?

2 Kommentare

  1. Wie viel Vorgabe kommt vom beim Influencer-Marketing von Unternehmen? Wie echt kann der Influencer unter den Voraussetzungen (noch) sein? Wie gut ist der Influencer aber auch selbst, z. B. beim Kontext, in der Darstellung, Wortwahl etc.? Wie glaubwürdig? Würde er vorgestellte Produkte/Dienstleistungen tatsächlich selber nutzen? Und kauft man es ihm auch wirklich ab? Ja, Authentizität spielt eine starke Rolle. Vielleicht wird es Influencer-Marketing gar nicht schwer haben. Vielleicht trennt sich auch einfach die Spreu vom Weizen. Und am Ende bewirbt Bibis Beauty Place dann Hundefutter. ;D

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  2. Mit Sicherheit trennt sich die Spreu vom Weizen, es geibt so viele schlecht gemachte Kampagnen, so viel Müll der den Marken verkauft wird und so wenig Agenturen die wirklich versuchen die Kampagne zu durchdenken und nachhaltig zu gestalten. Hauptsache die Statistik stimmt und man kann sich tolle Zahlen fürs „Branding“ aus der Nase ziehen. Das wird hoffentlich weniger werden!
    Influencer Marketing kann sehr viel bewirken, es muss nur durchdacht und gut umgesetzt sein, nicht einfach Perlen vor die säue werfen.

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